Geschichte der CDU

Kommunalpolitiker pflegten direkte Kontakte in Berlin

Auf Einladung des Bundestagabgeordneten Peter Weiß reiste eine Gruppe von Fraktions- und Ortsvorsitzenden aus dem Wahlkreis nach Berlin. Entsprechend fanden sich viele interessante regionale Themen und Diskussionen mit hochkarätigen Referenten in dem dicht gepackten Programm wieder. Wie ein roter Faden zog sich dabei die Verkehrspolitik durch die vier Tage.

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Beifall für „Ragazzi Furiosi“

Denzlingen (hg). Mit einem so gut wie seit Jahren  nicht mehr besuchten „Bürgerball“ im Foyer des Kultur- und Bürgerhauses eröffnete die Denzlinger CDU am Samstag, 4. Februar, ihr Jahresprogramm 2012. Mit von der Partie waren Bürgerinnen und Bürger der ganzen Gemeinde, die dieses unpolitische gesellschaftliche Ereignis genießen wollten. Traditionell wird der Bürgerball der CDU bewusst als Neujahrsauftakt gepflegt, wo man bei Tanz und Unterhaltung ein paar vergnügliche Stunden erleben kann.

Als Gemeindeverbandsvorsitzender konnte Peter Sommer auch die Abgeordneten Peter Weiß (MdB) und Marcel Schwehr (MdL) begrüßen, die wenigstens einen Teil des Abends in Denzlingen verbrachten, ehe sie zu „wichtigen“ Narrensitzungen in ihrem Wahlkreis aufbrechen mussten. Besucher erschienen aber auch aus zahlreichen Nachbargemeinden, die Sommer besonders herzlich willkommen hieß. Das Musik-Duo „Die Sunnyboys“  sorgte den ganzen Abend über für flotte Tanz- und Unterhaltungsmusik für Jung und Alt.

Großen Beifall ernteten die jungen Künstler der Gruppe „Ragazzi furiosi“, die einige akrobatische Kunststücke vorführten. Drei Gewinner-Paare konnten sich auch über ihr besonderes Losglück freuen, als ihre Eintrittskarten-Nummern bei der Auslosung von Fahrten nach Straßburg, Stuttgart und Berlin ausgelost wurden, wo die Gewinner jeweils ein attraktives Besuchsprogramm erleben werden.

Gute Unterhaltung gab es für das Publikum.

Junge Akrobaten bei ihren Auftritten.

 

 

 
Bildung Baden-Württemberg: Heute Top, morgen flop?
Donnerstag, 09. Februar 2012 16:32
Der Landtagsabgeordnete Marcel Schwehr und der Ortsvorsitzende Peter Sommer konnten im Denzlinger „Belvedere“ den parlamentarischen Geschäftsführer der Landtagsfraktion  Volker Schebesta, zu einem Meinungsaustausch über die aktuelle Bildungspolitik begrüßen.

Volker Schebesta, der auch Mitglied des Schulausschusses ist, informierte die Zuhörer über die grün-roten Planungen und Änderungen im Bereich der schulischen Bildung. Während sich das Baden-Württembergische Bildungssystem bisher durch Top-Plazierungen bei Bildungsvergleichen zwischen den Bundesländern und durch eine europaweit niedrige Jugendarbeitslosigkeit auszeichnete, nimmt die neue Regierungen Änderungen vor, die eine deutliche Verminderung der dieser hohen Qualität befürchten lassen. Anhaltspunkte sind unter anderem die freie Wahl des Zeitpunktes der Hauptschulabschlussprüfung in den Werkrealschulen oder die Einführung eines parallelen G9 an den Gymnasien, wobei letzteres offenbar selbst in der grün-roten Koalition umstritten war.

Die Diskussionsteilnehmer sahen die neue Bildungspolitik mit vielen Fragezeichen verbunden. Wie wird man z. B. zu den Haupt- und Werkrealschulen stehen, die durch den Wegfall der verbindlichen Grundschulbildungsempfehlung deutlich an Schülerzahlen verlieren werden? Die neue Landesregierung vertritt zwar den Standpunkt, dass sich an den Übergangsquoten nicht viel ändern wird, aber wieso drängten die Eltern den sonst bei der bisherigen Regelung darauf keine Werkrealschulempfehlung zu erhalten? Daher ist es wahrscheinlich, dass die Kinder erst einmal an der Realschule oder sogar am Gymnasium angemeldet werden, auch wenn die Empfehlungen anders lauteten. Auf Nachfrage, wie die Schule dann die Plätze vergibt, wenn die Anmeldungen die freien Plätze an den Gymnasien übersteigen, verwies Schebesta auf das Losverfahren  in Berlin. Problematisch wurde auch gesehen, dass der eingeschlagene Weg mit G8 und Werkrealschulen von der neuen Regierung abgebrochen wird und die Schulen mit neuen „Versuchen“ belastet werden. Ein anwesender Schulleiter bedauerte, dass die eingesetzten Energien von Lehrern, Eltern und auch Schülern zum Gelingen der Werkrealschulen nun verpuffen.

Auch bezüglich der Einführung der Gemeinschaftsschule, die von der Kultusministerin angepriesen wurde, hatten die Diskussionsteilnehmer starke Bedenken. In der Auswahl der vorgesehenen Schulen sind fast nur Haupt- bzw. Werkrealschulen. Bedenklich sah man die Frist von nur einem halben Schuljahr, in dem die Lehrer die Fortbildungen besuchen sollen, um danach Schüler aller drei Stufen zu unterrichten. Für eine solch neue Pädagogik braucht man Jahre der Vorbereitung und Ausbildung der Lehrkräfte, um einen qualifizierten Unterricht zu gewährleisten. Bei nur 6 Monaten Vorbereitung kommen doch Zweifel auf, ob die Qualität dieser Schulen stimmen kann.

Fraglich ist auch von wo die Gymnasial- und Realschullehrer herkommen sollen. Eltern, deren Kinder eine Gymnasial- oder Realschulempfehlung haben, müssen also damit rechnen, dass ihre Kinder zunächst von den Werkrealschullehrern unterrichtet werden. Ob das eine Motivation für Eltern ist, sich an einer Gemeinschaftsschule anzumelden, bleibt abzuwarten.
Abschließend wurde auch das Verhältnis von Kultusminsterin Warminski-Leitheußer zu ihren Mitarbeitern im Kultusministerium angesprochen, das keineswegs von Führungsqualität zeuge und das vorhandene Know-How im Ministerium ungenutzt lässt.
 

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